LOZ TINITOZ – Schmetterlingseffekt

Huch, was ist denn mit LOZ TINITOZ passiert? Die Cuxhavener sind mir in der Vergangenheit vor allem durch unsĂ€gliche Songtitel wie „Doppelhure“ oder „Blasehase“ sowie einer ziemlich langweiligen Pop-Punk/Rock-Pop-Mischung eher negativ aufgefallen, doch anscheinend sind sie zwischenzeitlich selbst zu der Erkenntnis gelangt, dass es an der Zeit ist, ein paar Dinge zu verĂ€ndern. Einen nicht unerheblichen Anteil daran hat möglicherweise ein zwischenzeitlich stattgefundener Besetzungswechsel, denn mit dem CATS TV-Bassisten Oliver Lagemann haben LOZ TINITOZ nun jemanden in ihren Reihen, der aufgrund seines Lebensalters und seiner langjĂ€hrigen Erfahrung als Musiker zu einem gewissen Reifeprozess beigetragen haben dĂŒrfte. Neben der Tatsache, dass mir auf „Schmetterlingseffekt“ keine textlichen AusfĂ€lle mehr aufgefallen sind, hat das Trio seinem Sound einen etwas moderneren und vor allem Dancefloor-tauglichen Anstrich verliehen. Dieser spiegelt sich vor allem in der Hinzuziehung elektronischer KlĂ€nge sowie dem gelegentlichen Einsatz von Sprechgesang wider. Das macht LOZ TINITOZ zwar noch lange nicht zu den neuen KRAFTKLUB, diese Entwicklung ist aber definitiv ein Schritt in die richtige Richtung.

Bewertung: 5/10

Veröffentlichungsdatum: 20.11.2020

Über Bernd Cramer 1465 Artikel
Konzert-Junkie & Vinyl-Liebhaber. Schreibt ĂŒber Musik, ohne zu Architektur zu tanzen.