Kurz & schmerzlos (Juli – September 2017) – CD-Besprechungen in aller Kürze

Foto: Timo Neuscheler

(so) “Lies keine Online-Kommentare.” Irgendwann muss ich mir diesen Satz wohl mal tätowieren lassen, denn immer wieder verstoße ich gegen diese, meine eigene Grundregel und verderbe mir damit oftmals den ganzen Tag. Statt mich damit zu beschäftigen, sollte ich vielleicht sehr viel öfter den CD-Stapel, der sich alle paar Wochen vor mir auftürmt, nicht nur ansehen, sondern auch abbauen. Vielleicht käme es dann auch zu etwas weniger “k&s”-Beiträgen meinerseits… vielleicht aber auch nicht. Es wäre möglicherweise mal einen Versuch wert, aber – und hier schließt sich der Teufelskreis – dann steht da wieder ein Beitrag auf Facebook oder Twitter oder oder und ich lasse mich doch wieder zum Klick auf “alle Antworten zeigen” verführen und bin für den Rest des Nachmittages genervt. Dabei gibt es ja auch schon im Offline-Leben genügend Dinge, die einen bis zur Weißglut treiben und den letzten Nerv rauben können. Wieso also halte ich mich nicht einfach an meine eigene Grundregel? Leider weiß ich darauf keine Antwort. Was ich aber weiß, ist, dass es wieder einmal ein buntes Sammelsurium verschiedenster Musiken bei unseren Kurzrezensionen gibt. Also, lest die, während ich versuche, keine Online-Kommentare zu lesen.

craig cassler findALAZKA – „Phoenix“ (Label: Arising Empire, VÖ 25.08.2017)
(bc) Mein lieber Scholli, die Optik dieser CD fällt aber verdammt düster aus. ALAZKA (die bis März diesen Jahres noch BURNING DOWN ALASKA hießen) spiegeln auch bei der Wahl ihres Artworks das wider, was „Phoenix“ ausmacht: Irgendwo zwischen Post-Hardcore und melodischem Metal-Core malen sie ein ebenso finsteres wie atmosphärisches Klangbild. Einige Passagen klingen beinahe schon poppig, bevor im nächsten Augenblick wieder die Brachialität Einzug hält. Ob sie damit einheimischen Flaggschiffen wie HEAVEN SHALL BURN oder CALIBAN eines Tages das Wasser reichen können, bleibt abzuwarten, die Ansätze hierzu sind zweifelsfrei vorhanden. (7)
http://de-de.facebook.com/alazkaofficial/
 
ALalois mintsOIS – “Mints” (Label: popup-records, VÖ: 29.09.2017)
(so) Leichter Schmusesound für nebenher. Wenn man böse wäre, könnte man “Mints” mit diesen paar Worten beschreiben, denn sie treffen eigentlich ganz gut. Aber natürlich nicht immer und an jeder Stelle. Man kann dieses Album auch als luftig und hell beschreiben, als positiv und stimmungsfördernd. Ist halt immer eine Typenfrage. Mein Ding ist dieses Vorsichhingeblubbere leider wirklich nicht, ich kann mir aber absolut vorstellen, dass sich für ALOIS eine Menge Fans finden lassen, die sich mit elektronischer Musik, Synthiesamples und lockeren Drums, wie man sie etwa von AIR kennt, zur Glücksseligkeit bringen lassen. Musik ist eben immer noch subjektives Empfinden. Diese kam leider beim Falschen an. (3)
https://www.facebook.com/aloismusic/

beliefs habitatBELIEFS – “Habitat” (Label: Outside Music, VÖ: 22.09.2017)
(so) Ziemlich kranke, elektronische Musik, irgendwo zwischen Psychedelic und Industrial. Oder auch ganz woanders. Jedenfalls so ein bisschen APHEX TWIN trifft ALIEN SEX FIEND. Oder auch ganz anders. Gewöhnungsbedürftig allemal, was die Kanadier von BELIEFS uns hier anbieten, ganz sicher nichts fürs Ebenmalzwischendurchhören. Eher für die stillen Stunden zwischen Mitternacht und frühem Morgen, wenn die Gedanken sowieso schon kreisen. (6)
https://www.facebook.com/weareBeliefs/

ben lukas boysenBEN LUKAS BOYSEN & SEBASTIAN PLANO – “Everything” (Label: Erased Tapes, VÖ: 28.07.2017)
(so) Hm. Soundtracks sind ja immer so eine Sache, Soundtracks zu Computerspielen noch mal etwas mehr. Aber den beiden Herren gelingt hier eine sehr packende, emotionale musikalische Reise durch eine Phantasielandschaft, die einlädt, sich auf die Rückbank zu setzen und die Fahrt einfach zu genießen. In ihrer Stimmigkeit und Besonderheit erinnert diese Musik an DEAD CAN DANCE, aber auch sehr viele klassische Momente werden eingefangen und zu neuem Leben erweckt. Ein Soundtrack der etwas anderen, etwas besonderen Art. (7)
https://www.facebook.com/benlukasboysen/

ARR068_Camorra_screenprint-300x300CAMORRA – “Mourning, resistance, celebration” (Label: Arctic Rodeo, VÖ: 14.07.2017)
(jg) Was macht eigentlich J Robbins (u.a. JAWBOX, BURNING AIRLINES, CHANNELS)? Und was ist aus Jonah Matranga von FAR, NEW END ORIGINAL und ONELINEDRAWING geworden? Sie haben zusammen mit Zach Barocas (JAWBOX, BELLS) eine neue Supergroup namens CAMORRA gegründet und als Gäste außerdem Janet Morgan (CHANNELS) und Mitglieder von WAR ON WOMEN und THE PAUSES eingeladen. Doch wo mitunter die Gefahr besteht, dass viele Köche den Brei verderben, kommt hier tatsächlich eine sehr vielversprechende EP dabei heraus, die musikalisch angenehm erwachsen klingt und zudem durchdachte politische Texte bietet. Wenn dann auch noch, wie in diesem Fall, das Artwork stimmt, kann man nur ein ganz großes Lob aussprechen und darauf hoffen, dass bald ein Album folgen wird. (8,5)
https://www.facebook.com/CamorraBand

craig cassler findCRAIG CASSLER – “Find my way” (Label: Eigenregie, VÖ: 25.08.2017)
(so) Etwas öder 08/15-Songwriter-Kram, leider. Im Hintergrund wimmert teilweise eine Gitarre um Hilfe, im Vordergrund versucht sich CRAIG CASSLER an seinen Vorbildern. Gelingt nur zum Teil. Leider. Überhaupt viel „leider“ beim Hören dieses Albums, das es nicht schafft, aus den überfüllten Gewässern der Singer/Songwriter als Schnellboot hervorzustechen. Leider. Das sagte ich schon. (3.5)

https://www.facebook.com/craig.cassler

dougschmude-gotmdDOUG SCHMUDE – „Ghosts of the main drag“ (Label: Lost Hubcap Records, out now)
(bc) Der erste Song klingt, als wären THE CLASH auf ‘nem Country-Trip. Danach mutiert „Ghosts of the main drag“ allerdings zu einem ziemlich durchschnittlichen Americana- und Southern Rock-Album. Immerhin kann man DOGH SCHMUDE nicht vorwerfen, dass er sich über die sorgfältige Instrumentierung seiner Songs keine Gedanken gemacht habe, denn die Liste der Gast-Musiker im Inneren des CD-Covers dürfte vom Umfang her locker mit dem Telefonbuch eines manchen Südstaaten-Kaffs mithalten. (5)
http://www.dougschmude.net

fräulein brecheisenFRÄULEIN BRECHEISEN – “Supergrattler” (Label: In gute Hände, VÖ: 06.10.2017)
(so) Irgendwo zwischen NDW, wie man sie von DAF kennt, und Disco-Gestampfe ordnen sich FRÄULEIN BRECHEISEN ein, haben dabei durchaus überzeugende Werke (wie „Zeitgeist“ oder „Dystopie“), leider aber auch solche, die an die Schmerzgrenze und teils darüber hinaus gehen („Bad Disko“) im Gepäck. Als würden GLADBECK CITY BOMBING plötzlich Popfunk machen. Von himmelhochjauchzend bis ohmeingott ist alles dabei. (6)
https://www.facebook.com/fraeuleinbrecheisen/#

craig cassler findINNER AXIS – „We live by the steel“ (Label: Fastball Music, VÖ 22.09.2017)
(bc) Mein erster Gedanke beim Anblick das CD-Covers: “Wer bemustert uns mit einem Computerspiel?” Beim genaueren Hinsehen dann die Erkenntnis: Es handelt sich um eine Heavy Metal-CD. Passenderweise hat es die Band auch mal in die Endausscheidung zur Beisteuerung eines Songs für ein Video-Spiel namens „Brütal Legend“ geschafft. Beeindruckt mich ehrlich gesagt herzlich wenig, und auch diese Art von True Metal erweckt bei mir generell eher Fremdscham als Euphorie. Einmal MANOWAR ist genug. (3)
http://de-de.facebook.com/InnerAxis/

rnr-news-splitJOHNNY FIREBIRD // MOTOR CITY MAYHEM – Split-Single (Label: Ghost Town Noize, VÖ: 29.09.2017)
(jg) R’N’R News im Artwork der GUNS ‘N‘ ROSES als Split-Single zweier befreundeter Bands aus Regensburg und Stuttgart, die beide dem Biker-Rock frönen und auf dieser Split jeweils einen eigenen Song und ein Cover (CARDIGANS bzw. STOOGES) zum Besten geben. Während die Handbremse bei JOHNNY FIREBIRD leider noch etwas angezogen klingt, rocken vor allem MOTOR CITY MAYHEM im Stile der alten HELLACOPTERS und BACKYARD BABIES nach vorne, was den Kauf dieser weißen 7“ durchaus rechtfertigen sollte. (6,66)
https://www.facebook.com/johnnyfirebirdmusic
https://www.facebook.com/motorcitymayhemband

lri-best-stoffLESBIAN RANK INGFERNO – „Best Stoff“ und „Fürst Pückler“ (Label: Eigenregie, VÖ: out now)
(jg) Eieiei… Selten eine dermaßen dilettantisch produzierte Musik gehört. Zwischen Schlager und Punk anzusiedeln hat „Ing Ferno“ alle Songs alleine eingespielt, wobei sein Humor zwischen sexistisch und klamaukig hin und her pendelt. Laut Eigenaussage hat er auf „Best Stoff“ die am wenigsten schlimmen Lieder der bisherigen vier Alben versammelt, die auf Folterinstrumenten eingespielt wurden. Versehen wurde das alles mit Songtiteln wie „Du musst seine Mutter bumsen“, „Ich freu mich so auf Malle“, „Ökoschlampe (pro)“ und „Meine Freundin ist ne Les-Bitch“. Schade, dass man CDs nicht im Klo runterspülen kann. (0)
https://www.facebook.com/ingferno

craig cassler findLOS PEPES – “Let´s go!” (Label: Wanda Records, VÖ 24.04.2017)
(bc) Was soll man über LOS PEPES schreiben? Die Londoner gehören halt zum Besten, was Europa derzeit in Sachen Power-Pop und Bubblegum-Punk zu bieten hat. „Let´s go!“ beinhaltet zehn ohrwurmverdächtige Songs, die für gute Laune sorgen und über das Potential verfügen, den Sommer auch in die kalte Jahreszeit hinüber zu retten. (7,5)

http://de-de.facebook.com/lospepesmusic/

mirrorplain-pathofsalvationMIRRORPLAIN – „Path of Salvation“ (Label: Fastball Music, VÖ 08.09.2017)
(bc) Tja, was ist es denn nun, was MIRRORPLAIN hier abliefern? Hardrock, Alternative oder doch schon Metal? Stellenweise erinnern mich die Jungs ein wenig an METALLICA, was neben dem Gesang auch an der recht fett angelegten Produktion des Albums liegen könnte. Eigentlich gar nicht mal so übel, wenngleich mein eigentlicher Musikgeschmack hier deutlich verfehlt wird. (5)

http://de-de.facebook.com/Mirrorplain/

craig cassler findNERVENBEISSER – „Zeitenwandel“ (Label: Echozone, VÖ 27.10.2017)
(bc) Eine Band, die krampfhaft versucht, RAMMSTEIN nachzueifern, qualitativ aber maximal im Mittelfeld der so genannten „Neuen Deutschen Härte“ herumdümpelt. Dass die Produktion ziemlich steril klingt, ist ja vielleicht sogar gewollt, aber auch sonst kann mich hier nichts so wirklich überzeugen. Dann doch lieber (wenn überhaupt!) das Original. (3,5)

http://de-de.facebook.com/nervenbeisser/

craig cassler findNIGHT – „Raft of the world“ (Label: The Sign Records, VÖ 01.09.2017)
(bc) Diese schwedische Band setzt sich ziemlich genau zwischen zwei Stühle: Auf der einen Seite hört man auf “Raft of the world” den klassischen, hymnischen Rock der 70er heraus, andererseits sticht aber auch ein unverkennbarer Heavy Metal-Einschlag hervor, der vor allem im Gesang überdeutlich ist. Dies sind nun bekanntermaßen beides nicht meine Baustellen, aber wer sich für eines oder gar beide dieser Genres interessiert, kommt hier gewiss auf seine Kosten. (6)
http://www.facebook.com/nightbandofficial

nosoyo resonateNOSOYO – “Resonate” (Label: Freudenhaus Records, VÖ: 25.08.2017)
(so) Indiepop mit der Betonung auf der Pop-Silbe. Sehr mainstreamig, mit einem teils anstrengenden weiblichen Gesang, der in den überzeugenden Momenten an BJÖRK erinnert. In den weniger überzeugenden Momenten wirkt das, was NOSOYO machen, doch etwas zu sehr in Richtung DSDS produziert, eben doch etwas zu sehr in Richtung Mainstream und Masse. Schade, da wäre mehr möglich gewesen. (5)

https://www.facebook.com/nosoyomusic/

bernd-hat-das-cover-vergessenNUISANCE OF MAJORITY – „Savage ritual“ (Label: Toanol Records, VÖ 22.09.2017)
(bc) Welch ein Brett, das die Kieler hier vorlegen! Hier wird einfach mal Hardcore, Metal, Punk und Stoner zu einem musikalischen Molotowcocktail zusammen gerührt. Für meinen persönlichen Geschmack überwiegen die Metal-Anteile zwar zu sehr, aber wer sich daran nicht stört und den genannten Stilen zugeneigt ist, sollte dieses Album unbedingt mal auschecken. (6,5)
http://de-de.facebook.com/nuisanceofmajority/

our ceasing voice freeOUR CEASING VOICE – “Free like tonight” (Label: Eigenregie, VÖ: 25.08.2017)
(so) Eine Stimme, so dunkel wie die dunkle Nacht, dazu Riffs, die mit dem dicken Rock-Edding geschrieben sind, irgendwie düster und irgendwie doch so hell und irgendwie doch positiv. Etwas unschlüssig und doch fasziniert sitzt man nun vor den Boxen und lauscht „Free like tonight“. Schlecht ist das wirklich nicht, was die Österreicher uns hier anbieten. Nehmen wir gerne mal so an. (6,5)

https://www.facebook.com/ourceasingvoicemusic/

peropero-lizardsPEROPERO – “Lizards” (Label: Panta R+E, VÖ: 01.09.2017)
(jg) Das Artwork könnte auch von einem Stanley Kubrick-Film der Siebziger Jahre stammen, musikalisch gibt es jedenfalls noch keine Aufschlüsse darüber, wohin die musikalische Reise mit PEROPERO führt. Das ist tatsächlich auch nicht ganz so einfach einzugrenzen, denn im Grunde streifen die beiden Berliner so ziemlich alle Stile von Progressive Rock, Noise, Jazz, Death Metal und Math Rock, die sich ihnen in den Weg stellen. Unglaublich, dass PEROPERO nur aus zwei Leuten bestehen. Wahrscheinlich am ehesten für Fans von MELVINS, DYSE und MR. BUNGLE geeignet, gelegentlich schauen auch SYSTEM OF A DOWN um die Ecke. Nicht ganz unpassend supporten sie aktuell THE HIRSCH EFFEKT auf ihrer Tour durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. (6)
https://www.facebook.com/perosounds/

craig cassler findSANDOW – „Entfernte Welten“ (Label: Major Label, VÖ 01.09.2017)
(bc) Die 1984 gegründeten SANDOW gehörten einst zu den bekanntesten Avantgarde-Rock-Bands in der früheren DDR. 27 Jahre nach dem Mauerfall erscheint nun ihr Album „Entfernte Welten“, und auch, wenn man den Hintergrund der Band ausblendet, klingen sie noch immer alles andere als gewöhnlich. Außenstehenden könnte man ihren Sound vielleicht grob als wavig-elektronische Version von RAMMSTEIN umschreiben, allerdings würde man der Vielschichtigkeit und dem Ideenreichtum von SANDOW damit nicht im Ansatz gerecht werden. Ein klarer Fall fürs Feuilleton! (6)
http://de-de.facebook.com/sandowofficial/

ratm-doakREVEREND & THE MAKERS – “Death of a king” (Label: Cooking Vinyl, VÖ: 22.09.2017)
(jg) Hierzulande sind die Briten zwar noch recht unbekannt, aber nach gemeinsamen Touren mit THE LIBERTINES, OASIS und ARCTIC MONKEYS und fünf UK Top 20-Alben dürfte sich das so langsam ändern. Und die Chancen stehen mit ihrem sechsten Album, das sie in Thailand aufgenommen haben, gar nicht mal so schlecht, selbst wenn ihre beiden bevorstehenden Konzerte in Deutschland kurzfristig abgesagt werden mussten. Mit ihren hymnischen Melodien dürften sie die Fans von OASIS erreichen, in den Momenten, wo die Songs etwas mehr nach vorne rocken, locken sie bestimmt Leute auf den Dancefloor, die sonst zu JET oder KINGS OF LEON abgehen. (7)
https://www.facebook.com/ReverendAndTheMakers/

craig cassler findTHE MALDRO!TS – „Standby me“ (Label: Flight 13, VÖ 29.09.2017)
(bc) Schrammel-Punk aus Baden-Württemberg! Je nachdem, ob THE MALDRO!TS gerade in englisch oder deutsch singen, erinnern sie wahlweise an THE BRIEFS oder THE SHOCKS, klingen allerdings irgendwie noch ein bisschen zappeliger als die genannten Vergleichsbands. Da hat wohl jemand sein Sedativum nicht eingenommen?! Langeweile kommt hier jedenfalls nicht auf… (6)

http://de-de.facebook.com/themaladroits/

craig cassler findWILJALBA – „Wild strawberrys“ (Label: Waterfall Records, VÖ 22.09.2017)
(bc) Ich bin ehrlich gesagt ein wenig irritiert. Als ich vor einigen Monaten die „Blackbird“-EP des Singer/Songwriters WILJALBA vorgestellt hatte, wurde im dazugehörigen Promo-Anschreiben noch vollmundig ein Album für diesen Herbst angekündigt. Doch stattdessen folgt nun mit „Wild strawberrys“ lediglich eine weitere CD im Mini-Format. Gibt es das versprochene Album nun Häppchenweise, oder was ist da los? Anyway – die drei neuen Stücke reihen sich nahtlos an ihre Vorgänger, will heißen erneut kann der Berliner mit seinem detailverliebten Americana-Sound, bei dem er auch schon mal auf Instrumente wie Mandoline oder Mundharmonika zurückgreift, überzeugen. Das Warten auf den ersten kompletten Longplayer geht derweil weiter. (6,5)
http://de-de.facebook.com/Wiljalba/

Über Simon-Dominik Otte 627 Artikel
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