KRAMSKY – Metaego

Dass KRAMSKY Indierock machen, steht außer Frage. Aber Indierock ist inzwischen ein weitgefasster Begriff, der so ziemlich alles zwischen THE PIXIES, TOMTE, WANDA und THE CURE vereint. Wo nun also einordnen? Für deutschsprachigen Indierock gelingt den vier Jungs aus Triern dabei tatsächlich eine ansprechend eigenständige Mixtur aus den Eckpfeilern FRANZ FERDINAND, JUNGES GLÜCK, SONIC YOUTH und SURROGAT. Klingt die Gitarre noch nach New Wave, knarzt der Bass stellenweise noiserockig in den tiefen Tönen, während der Gesang von Jimi Berlin zwischen gesprochen, gesungen und geschrien hin und her wechselt. Dass es sich bei den Musikern hinter KRAMSKY nicht mehr um Twenty-Somethings handelt, hört man ihrer Musik an. Hier wird die Musikgeschichte der vergangenen dreißig Jahre geatmet, auseinandergenommen und neu zusammengesetzt. Und wenn es einer imposanten Wall of Sound bedarf, wie man sie sonst nur von MOGWAI kennt, wird auch sie mit eingebaut („Insgesamt“). Trotz aller Vielfalt geht KRAMSKY der roten Faden dabei jedoch nicht verloren, so dass „Metaego“ zehn Songs bietet, die, wie es das Info treffend zusammenfasst, „immer anders, aber wie KRAMSKY“ klingen. Nicht neu, aber doch erfrischend anders! (7,5/10)

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