You are currently viewing FORTUNA EHRENFELD – Hey sexy

FORTUNA EHRENFELD – Hey sexy

Okay, ich gebe unumwunden zu: Sie hatten mich schon beim Fest van Cleef. Und dieses Album tut nun sein Übriges, um mich endgültig zu begeistern und FORTUNA EHRENFELD von nun an in meinem Herzen und auf meinen Ohren zu tragen. Der Kölner (wie überraschend, bei dem Bandnamen) Martin Bechler überzeugt schlicht durch sein Songwriting, seine offenen, ehrlichen, direkten und einfach menschlichen Texte und die einhergehende Musik. Das Gesamtpaket ist einfach erfrischend überzeugend, denn es schwingt immer dieses leichte Gefühl von Verrücktheit mit, mal in der Musik, mal im Text, mal auch in beiden. Nicht nur, dass es hier nicht mit einer Schublade getan ist, in die man FORTUNA EHRENFELD packen kann, um sie dort verstauben zu lassen, nein, hier ist Abwechslung garantiert und selbst die häufig genutzte, harte, nicht gekünstelte Sprache, die sicherlich nicht jedermanns Sache ist, wirkt niemals aufgesetzt oder gewollt, sondern passt sich in die Struktur und Aussage der Songs ein. Und zärtlich-romantisch kann Bechler auch, so ist es ja nicht. Vielschichtigkeit ist hier Programm und das Leben liefert die Inhalte. Zum Glück gibt es Menschen, die sie dann so genial verarbeiten, in kleine Einblicke in einen eigentlich doch ganz normalen Alltag verwandeln können. Solchen Geschichten lauscht man gerne. Wenn dann noch eine solch brüchig-verrauchte, teils heiser klingende Stimme hinzukommt, die die beschriebene Gefühlswelt stets nahezu perfekt umsetzt, dann… nun ja, hört es einfach an. Ich habe lange nach einer passenden Beschreibung für die Musikrichtung gesucht, die auf „Hey sexy“, dem zweiten Album von FORTUNA EHRENFELD (der Band oder des Musikers), dargeboten wird… ich einige mich einfach mit mir selbst darauf, es bei dem in der Presseinfo genutzten Wahl zu belassen: Popmusik für Erwachsene.

Simon-Dominik Otte

Mensch. Musiker (#Nullmorphem). Schauspieler (#BUSC). Rezensent (#blueprintfanzine). Come on, @effzeh! AFP-Fan. (#Amandapalmer). Lehrer. Und überhaupt. Und so.